11. August 2017 Sternschnuppengucken am Basler Nachthimmel

Sternschnuppengucken am Basler Nachthimmel

Ob im Sommer bei Lagerfeuer und einer Flasche Wein oder im Winter dick eingemummelt bei Tee: Die Naturschauspiele am Nachthimmel zu beobachten erfreut immer wieder Jung und Alt. Auch wenn die Bedingungen perfekt scheinen, eignen sich manche Nächte besser als andere. Wir von StadtBESTEN haben für euch zusammengefasst, warum das so ist und wann ihr die meisten Sternschnuppen beobachten könnt.

Im Volksmund genannte ‚Sternschnuppennächte‘, auch Meteorenschauer genannt, können entstehen, wenn die Erde auf dem Lauf um die Sonne in die Nähe einer Kometenbahn gelangt oder sie annähernd kreuzt. Die Kometen verlieren in Sonnennähe andauernd einen Teil ihrer Masse in Form von Gas und Staub, von Gesteinsstücken und sonstigen kleinen Partikeln. Haben diese eine bestimme Grösse, verglühen sie beim Eintritt in die Atmosphäre und sind für den Menschen als Sternschnuppe am Nachthimmel zu erkennen. Die Farbe der Sternschnuppe wird durch die chemische Zusammensetzung der verglühenden Partikel bestimmt. So sorgt Eisen für gelbliches, Calcium für violettes Licht und für grünliches ist eine hohe Konzentration an Nickel oder Magnesium erforderlich. Die Partikel verteilen sich im Laufe von Jahrtausenden über die gesamte Bahn eines Kometen. Darum kehrt ein Meteorstrom meist jährlich wieder. Logischerweise an der Stelle, an der die Erde den Bereich dieser Materiewolke durchfliegt.

Die Sternschnuppen scheinen dabei alle aus demselben Blickwinkel zu stammen. Diesen nennt man Radiant. Vom Radianten hängt es ab, welchen Namen der Meteorschauer erhält. Diese werden nach dem Sternbild benannt, welches in ebendiesem Radiant liegt. Kommen die Sternschnuppen also aus dem Radianten, in dem das Sternbild „Zwilling“ liegt, nennt man sie Geminiden.

Wann welche Meteorschauer zu sehen sind und in welchen Nächten ihr die meisten sehen könnt, seht ihr hier:

5./6. Mai: Eta-Aquariiden

12./13. August: Perseiden

7./8. Oktober: Draconiden

20./21. Oktober:  Orioniden

17./18. Oktober: Leoniden

13./14. Dezember: Geminiden

23./24. Dezember: Ursiden

Hier noch ein paar Tipps, wie ihr möglichst viele Sternschnuppen sehen könnt: Wählt am besten eine lichtarme Umgebung, legt euch flach auf den Rücken und schaut gerade in den Himmel. Damit ihr die perfekte Stelle finden könnt, ist es sinnvoll, hier einmal nachzuschauen, wo in eurer Region die lichtärmsten Stellen sind. Der Mond als zusätzliche Lichtquelle am Himmel ist auch ein Faktor, der mit einbezogen werden sollte: Je kleiner der Mond, desto dunkler der Himmel und desto besser der Blick auf die Sterne. Die meisten Sternschnuppen seht ihr in den frühen Morgenstunden, da sich die Erde zu dieser Zeit ‚entgegen‘ der Sternschnuppen bewegt. Im August könnt ihr besonders viele Perseiden sehen. Mehr über den aktuellen Nachthimmel erfahrt ihr hier.

 

Wir wünschen euch viel Spass und freie Sicht!

 

Quelle: https://www.timeanddate.de/astronomie/sternschnuppe/, http://www.geo.de/natur/naturwunder-erde/15754-rtkl-gruener-meteor-fotograf-macht-sensationelles-bild-waehrend-er,